Test: Flugtaxi fliegt über Stuttgart

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18 Rotoren, bis zu 100 km/h schnell, gespeist aus Lithium-Ionen-Akkus. Erstmals hat das elektrische Flugtaxi Volocopter in einer europäischen Innenstadt einen öffentlichen Flug absolviert. Bei dem Termin in Stuttgart ging es zwar noch nicht über bewohntes Gebiet, sondern nur über einen Trainingsplatz des VfB. Aber wenn es nach dem Gefühl des baden-württembergischen Ministerpräsidenten geht, dann könnte aus dem zweisitzigen Testgerät schon bald “etwas Großes” werden. “Ich bin natürlich kein Prophet. Aber mein Gefühl sagt mir: Das wird was.” Das deutsche Flugtaxi-Start-up Volocopter hatte sich zuletzt in einer neuen Finanzierungsrunde 50 Millionen Euro gesichert, unter anderem von der chinesischen Geely-Gruppe. Das Unternehmen will seine elektrisch betriebenen Flugtaxis, die vertikal starten und landen können, innerhalb von drei Jahren auf den Markt bringen. Einer der Unternehmensgründer ist Alexander Zosel: “Mobilität der Zukunft hat für uns schon 2011 begonnen, weil wir da den ersten, rein elektrischen Flug mit einem Senkrechtstarter weltweit gemacht haben als Pioniere. Wir testen jeden Tag die Geräte. Wir fliegen ja heute auch mit einem zweisitzigen Testgerät. Für uns ist die Urban Air Mobility Jahr schon Realität seit Jahren. Aber es geht ja darum, dass man es wirklich auf höchste Sicherheitslevel und top zertifiziert, wirklich auf dem höchsten Level, wirklich auf den Markt bringen kann und betreiben kann.” Die Volvo-Mutter Geely und Volocopter wollten außerdem ein Joint Venture gründen, um das neue Konzept für städtische Luftmobilität nach China zu bringen. Auch Daimler hat bereits in das in Bruchsal bei Karlsruhe ansässige Unternehmen investiert. In zwei bis drei Jahren soll der Volocopter auf den Markt gebracht werden. Weltweit arbeiten mehrere Unternehmen an der Entwicklung von Kleinflugzeugen mit Elektroantrieb, die als Taxis eingesetzt werden sollen. In den Markt drängen auch Konzerne wie Airbus und Boeing.


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