Deepfakes: Warum reden Kim Kardashian und Donald Trump so seltsam?

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Trump: “Habt ihr euch je gefragt, warum ich so beliebt bin? Wegen meines großen Gehirns? Möglicherweise.”

Kim Kardashian: “Ich fühle mich gesegnet, weil ich es wirklich liebe, Leute online für Geld zu manipulieren.”

Zuckerberg: “Stellt euch das mal kurz vor: Ein Mann, mit totaler Kontrolle über die gestohlenen Daten von Milliarden Menschen, alle ihre Geheimnisse, ihr Leben, ihre Zukunft.”

Diese Videos von prominenten Persönlichkeiten kursieren derzeit im Internet.

Doch sind die Aufnahmen tatsächlich echt?

Die Videos sind das Werk der beiden Künstler Bill Posters und Daniel Howe.

Die manipulierten Clips entstehen in Zusammenarbeit mit der israelischen Firma “Canny AI”.

Die Lippenbewegungen der Prominenten passen perfekt zu den Worten, die ihnen in den Mund gelegt werden.

Jedoch verraten die Stimmen der Sprecher, dass es sich um manipulierte Videos handelt.

Die Clips sind sogenannte “Deepfakes” – mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz manipulierte Bilder.

Die Videos wurden Anfang Juni als Teil der Kunst-Installation “Spectre” öffentlich im englischen Sheffield auf über zwei Meter hohen Monitoren ausgestellt.

Die Künstler wollen damit auf Themen wie Datensicherheit und Privatsphäre im digitalen Zeitalter aufmerksam machen.

Doch die Möglichkeiten dieser Technik betreffen nicht nur die Gegenwart.

Die Künstler legen auch dem verstorbenen Queen-Sänger Freddie Mercury Worte in den Mund.

Freddy Mercury: “Der Grund für unseren Erfolg, Schätzchen? Selbstverständlich: Spectre.”

Die Installation macht deutlich, dass man nicht jeder Aufnahme, die man im Internet sieht, trauen kann – egal wie authentisch sie zunächst wirkt.

Wie untersuchen wir in der Redaktion Videos auf Manipulation? Dabei ist ein Blick auf die Details wichtig. Die Einzelbilder eines Videos verraten oft, ob ein Video bearbeitet wurde. Wir schauen uns Bild für Bild genau an und vergrößern einzelne Ausschnitte. Indizien für einen Fake sind zum Beispiel: fehlende Bewegungsunschärfe, unnatürlicher Schattenwurf oder Schnittfehler. Beim stern gilt generell: Seriosität vor Schnelligkeit. Wir checken Fakten und Material immer gründlich gegen, bevor wir sie veröffentlichen. Dafür arbeiten wir mit dem redaktionsübergreifenden “Team Verifikation” zusammen mit RTL, NTV, RTL2, Radio NRW.


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