Absturz Tu-22M3 – Video zeigt den Aufprall von Putins “Carrier Killer”

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Die russische Luftwaffe erlebte schreckliche Momente in den letzten Wochen. Zwei Kampfbomber vom Typ Su-34 stießen über dem Japanischen Meer in der Luft zusammen, eine Maschine ging verloren. Dazu stürzte eine Tu-22M3 am 22. Januar 2019 auf der Luftwaffenbasis Olenya ab. Durch eine neue Cruise Missile – die KH-32 – wurde dieser Bomber zum Schrecken der westlichen Marine. Die hohe Reichweite der Missile erlaubt es, US-Träger und andere Schiffe aus weiter Entfernung anzugreifen. Die extrem hohe Geschwindigkeit der KH-32 macht es unmöglich, sie im Endanflug abzufangen.

Die Basis, wo sich das Unglück ereignete, befindet sich im hohen Norden des Landes in der Nähe von Murmansk. Die Maschine zerplatzte beim Versuch, trotz schlechter Sicht und starkem Schneefall zu landen. Nun ist ein Video des Unglücks aufgetaucht, ein Soldat auf dem Stützpunkt muss es aufgenommen haben.

Probleme und schlechtes Wetter

Offenbar handelt es sich nicht um eine normale Landung, die hohe Sinkrate des Jets bei schlechter Sicht deutet auf Probleme an Bord der Maschine hin. Das Flugzeug setzt hart mit dem Fahrwerk auf der Piste auf. So hart, dass die Zelle gestaucht wurde und sich ein Riss zwischen dem Rumpf und der vorderen Sektion mit Cockpit und Bug bildet. An dem Riss entsteht sofort ein Feuer. Die Maschine zerlegt sich in mehrere Sektionen, die die Landebahn entlang fliegen, bis das Wrack in einem Feuerball aufgeht. Drei Mann der vierköpfigen Besatzung starben sofort, der Kommandant wurde mit schweren Verletzungen geborgen.

Start einer Tu-22M3.

Übungen unter realistischen Bedingungen

Die Ursache des Unglücks ist derzeit unbekannt. Es wird nur vermutet, dass technische Probleme die Maschine zu einer Notlandung gezwungen haben. Die Wetterbedingungen kamen dann als weiterer Faktor hinzu. Derzeit befinden sich die Aktivitäten der russischen Luftwaffe auf einem sehr hohen Niveau. Anfang 2019 erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau, dass die Einsätze im hohen Norden verstärkt und weitere schwere Luftkräfte in die Region verlegt werden. Viele Luftbewegungen finden über der Arktis statt – auch bei ungünstigen Wetterbedingungen. Minister Shoigu kündigte für das Jahr 2019 eine Vielzahl von Übungen unter realistischen, kriegsnahen Bedingungen an.

Russische Stellen behaupteten zunächst, dass die Maschine unbewaffnet gewesen sei. Aber das war wohl ein Irrtum. Die Tu-22M hat unter den Flügeln Cruise Missiles getragen und wohl auch die Munition für die Kanone mit an Bord. Die Tu-22M3 dient in erster Linie als Bomber gegen maritime Ziele. Sie sind mit der Kh-32 Missile bewaffnet. Diese Waffe wurde 2018 in Dienst gestellt und gilt als “Carrier Killer”.

Die Tu-22M3 kann die Kh-32 weit außerhalb des Verteidigungsgürtels starten. Die Missile nähert sich dann dem Ziel, um vor dem Endanflug auf 40.000 Meter Höhe zu steigen. Dann stürzt sie sich mit extremer Geschwindigkeit auf ihr Ziel.

Murmansk: Video zeigt Bruchlandung einer russischen Tu-22M3

Modernisierung der Bomberflotte

Der verunglückte Jet wurde zwar vor 33 Jahren produziert, soll im Jahr 2012 aber grunderneuert worden sein. Derzeit werden etwa 30 Exemplare des Bombers auf das neueste Modell – die Tu-22M3M – umgebaut. Diese Version soll über eine verbesserte Avionik und modernere Elektronik verfügen.

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Diese Version soll auch mit Kinzhal-Hyperschall-Raketen (Kh-47M2) bewaffnet werden. Der Bomber soll dann mehrere Kinzhal-Raketen transportieren. Bei der Kh-47M2 handelt es sich um eine ballistische Rakete, die in der Luft gestartet wird. Die Reichweite soll mehr als 2000 Kilometer betragen. Die Kinzhal stößt dabei in den Geschwindigkeitsbereich jenseits der 10-fachen Schallgeschwindigkeit vor. Mit heutigen Abwehrwaffen lässt sie sich nicht stoppen.

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